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Ritterstern, Hippeastrum, Amaryllis… eine Pflanzenschönheit aus Südafrika, die uns zum einen durch ihre großen Blüten erfreut, zum anderen viel über den Lebensrhythmus von Blumenzwiebeln im Allgemeinen lehrt. Doch dazu später mehr.

So eine dicke fette Amarylliszwiebel, entweder geschenkt bekommen (ein tolles Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit) oder selbst gekauft, möchte nun gerne in einen Topf, damit das Wachsen losgehen kann. Dazu wählt man am besten einen Tontopf, der so groß ist, dass am Rand noch jeweils 2 cm Platz bleibt. Die Zwiebel wird so eingetopft, dass knapp die Hälfte oben rausguckt. Der Topf muss natürlich ein Abzugsloch haben und kommt dann (mit Untersetzer oder Übertopf) auf eine helle Fensterbank. Und dann wird langsam angefangen zu gießen (etwa 1 x pro Woche). Wenn sich die erste der dicken Knospen zeigt, braucht die Amaryllis mehr Wasser und viel Licht und dann heißt es geduldig zusehen und beobachten, was da so passiert.

Aus besonders dicken Qualitätszwiebeln treiben mindestens 3 Blütenstiele mit jeweils mehreren Einzelblüten. Und was gibt es da bloß für tolle Sorten: Klassisch samtig rot, oder weihnachtlich weiß, manchmal auch weiß mit schmalem roten Rand, brombeerlilia, rosa und auch zweifarbig. Bezaubernd auch sind die kleinblütigen Sorten, etwa ‚Lemon and Lime’, eine hell zitronengelbe Sorte oder die zierliche grünrote ‚Jungle Star’.

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich da mal näher zu befassen, diese Zwiebelblüher können einem die graue Winterzeit doch deutlich aufhellen!

Von der Zwiebel bis zur Blüte dauert es bei den Amaryllis meist so 6 bis 8 Wochen.

Nachdem die Amaryllis fertig sind mit Blühen, beginnen sie, Blätter zu treiben. Jetzt ist die Zeit, wo sie mit Nährstoffen versorgt werden, sprich gedüngt werden müssen.

Auffällig ist, dass die Zwiebeln während der Blütezeit deutlich kleiner geworden sind. Vielleicht ist sogar, bedingt durch die schweren Blüten, einmal eine Pflanze aus dem Topf gekippt, weil vesäumt wurde, sie zu stäben. Dabei kann man Eines ganz deutlich sehen: Die Amaryllis haben während der ganzen Blüh-zeit überhaupt keine Wurzeln gemacht, sie nehmen also die Kraft zum Blühen nicht währenddessen aus der Erde sondern ausschließlich aus der Zwiebel auf. Deshalb ist die Zwiebel so viel kleiner geworden und deshalb muss sie jetzt tüchtig mit Nährstoffen versorgt werden.

(Und das ist bei allen Blumenzwiebeln gleich, ob es nun Narzissen, Tulpen, oder eben Amaryllis sind: Wenn eine Zwiebelpflanze Blätter hat, dann ist der Zeitpunkt, sie zu düngen!) Gedüngt werden sollte etwa 6 Wochen lang mit einem guten Zimmerpflanzen-Blüh-Dünger. Danach irgendwann beginnen die Blätter zu vergilben; dann beginnt die Ruhezeit der Zwiebel. Das erklärt sich bei der Amaryllis aus den trockenen Perioden in ihrer Südafrikanischen Heimat. (Aber auch unsere winterharten Gartenzwiebeln wollen gerne trockene Sommer haben…)

Man kann seine getopften Amaryllis, deren Blätter langsam vergilben also während unseres Sommers einfach in irgendeine eher trockene Ecke (gern auch draußen) stellen, sie machen dann eine Pause.

Und im Herbst geht das Ganze von vorne los: Hereinholen. Erst vorsichtig gießen, wenn die Knospen kommen, häufiger gießen usw. … .

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