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Frühjahrspflanzung

Die von uns angebotenen Zwiebeln, Knollen und Rhizome zur Pflanzung im März/April stammen ursprünglich aus Regionen der Erde, die überwiegend frostfrei sind. Die meisten sind in Südafrika beheimatet, ein kleinerer Teil stammt aus Amerika oder dem Mittelmeerraum. Sie sind so kultiviert, dass sie in unseren Breiten problemlos zur Blüte kommen. Wenn Sie einige wesentliche Dinge beachten, können Sie auch in den folgenden Jahren viel Freude an diesen Pflanzen haben.
Standort: 
Wenn nicht anders angegeben, möchten die Pflanzen einen warmen, geschützten Standort und volle Sonne. Die meisten möchten einen gut drainierten Boden. ‚Nasse Füße‘ können tödlich sein.

Gießen, Düngen: 
Verfahren Sie hier am besten wie mit all Ihren anderen Gartenpflanzen. Bei besonders durstigen oder hungrigen Kandidaten geben wir in unseren speziellen Pflegetipps entsprechende Hinweise.

Verwendung: 
Mit sommerblühenden Blumenzwiebeln können sie sehr ungewohnte, dennoch harmonische Gartenbilder zaubern. Wer einmal die anmutigen Zwerggladiolen oder Galtonien zu seinen Rosen gesetzt hat, möchte sie oft nicht mehr missen. Viele Pflanzen aus unserem Angebot können ‚Blühlücken‘ im Rosen- oder Staudenbeet füllen und Ihren sommerlichen Garten dadurch erfreulich beleben. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen!
Seit Jahrzehnten kann man etliche unserer Sommerblüher als Schnittware in der Floristik finden: als Klassiker (Freesien, Anemonen…) oder als erlesene Spezialität (Agapanthus, Gloriosa, Crinum…). Viele sind in ihrer Eleganz und Haltbarkeit unübertroffen. Lassen Sie beim Schneiden einige Blätter stehen, damit die Pflanze Kraft für die nächste Saison sammeln kann.

Dahlienbesuch

Überwinterung: 
Fast alle unsere Sommerblüher sind zwar Exoten, lassen sich aber pflegeleicht überwintern. Sie ziehen das Laub ein, können daher dunkel überwintert werden, und stellen jeglichen Wasser- und Nährstoffbedarf ein. Lassen Sie das Laub möglichst lange an den Pflanzen und heben Sie die Zwiebeln und Knollen nach dem ersten Frost auf. Lassen Sie sie etwas abtrocknen. Entfernen Sie vor dem Einlagern Laub und Stengel mit einem sauberen Schnitt und sortieren Sie kranke und faulige Zwiebeln unbedingt aus.
Wenn es in unseren speziellen Pflegetipps nicht anders angegeben ist, überwintern Sie bitte frostfrei und kühl (Keller). Je wärmer der Überwinterungsraum ist, desto mehr sollten Sie darauf achten, dass die Zwiebeln und Knollen nicht eintrocknen. Packen Sie sie in Sand, Sägespäne oder trockene Erde oder legen Sie einen Bogen Zeitungspapier darüber. Getopfte Pflanzen lassen Sie einfach im Substrat und überwintern sie so, ohne zu gießen, um sie im nächsten Frühjahr evtl. neu aufzupflanzen und anzutreiben.

Dahlien: 
Je nach Form und Größe der Knollen können Dahlienknollen unterschiedlich stark eintrocknen. Beachten Sie hierzu bitte unsere Tipps unter dem Punkt ‚Überwinterung‘. – Dahlien sind ‚Starkzehrer‘, benötigen daher viel Wasser und Dünger. Gießen Sie bitte immer ‚von unten‘, um die Blütenpracht nicht zu beschädigen und keine Schnecken anzulocken.
Dahlien und Schnecken: ein leidiges Thema. Sollten sich die Plagegeister in Ihrem Garten wohlfühlen, dann beachten Sie bitte folgende Hinweise: Die häufigsten Probleme entstehen beim Austrieb, der immer wieder von Schnecken ‚abgeraspelt‘ wird, bis die Pflanze erschöpft ist und eingeht.

Unser Tipp: 
Setzen Sie die Knollen in geräumige Töpfe/Container mit guter Blumenerde. Container mit ‚umgebogenem Rand‘ sind besonders gut (=Kriechsperre). Treiben Sie die Pflanzen an einem möglichst schneckensicheren Ort an (z.B. hochgestellt). Vergessen Sie das Gießen und Düngen nicht. Wenn sich ein guter Wurzelballen gebildet hat und die Pflanzen einen stabilen oberirdischen Wuchs zeigen, können Sie die Dahlien auspflanzen. Wählen Sie gut kontrollierbare, sonnige Pflanzstellen; meiden Sie die Nähe von Hecken und Bodendeckern. Vermeiden Sie unbedingt Mulchen mit Rasenschnitt und das beliebte abendliche ‚Sprengen‘. Gießen Sie morgens, und zwar ‚von unten‘.
Einfachblühende Dahlien sollte man regelmäßig ausputzen, weil der Samenansatz die weitere Blütenbildung hemmt. Gefülltblühende Dahlien putzt man aus, wenn die Optik es erfordert. Regelmäßig ausgeputzte Dahlien bringen größere, prachtvollere Einzelblüten.

Dahlien sind nur dann schlechte Schnittblumen, wenn man sie falsch behandelt. Achten Sie darauf, dass keine Blätter im Wasser stehen. Stellen Sie Dahlien nur frisch angeschnitten in die Vase. Wechseln Sie das Wasser täglich und schneiden Sie neu an. So behandelt stellen Dahlien manche andere Schnittblume in den Schatten. Probieren Sie einmal die ‚Dahlienschale‘ aus Großmutters Zeiten aus: Eine flache Schale mit Wasser füllen und einige dekorative Blätter einlegen (Bergenien, Funkien…); darauf dann eine oder mehrere Dahlienblüten gekonnt arrangieren.

Montbretien – Crocosmia

Montbretien (Crocosmia) gehören zu den Iris-Gewächsen und sind in Südafrika beheimatet. Sie wachsen auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden in Hochlagen. Dort gibt es kalte, trockene Winter, allerdings nie tief gefrorenen Boden. Die Haupt-Niederschlagszeit ist der Sommer. Bevor die Pflanzen zum Winter ihr Laub einziehen, bilden die Knollen unterirdische Triebe (Stolone), an deren Spitzen sich neue Knollen bilden. Diese sorgen für die Blüten in folgenden Jahren.
Aus den Wildarten wurden im Laufe ihrer Gartengeschichte Pflanzen mit besonders schönen Blüten oder besonders schönem Laub ausgelesen – durch gezielte Kreuzungen entstanden viele der Schmuckstücke für unsere Gärten.

Pflanzen Sie Montbretien nach der Faustregel (3mal so tief wie die Knolle hoch ist…) in gut drainierten, humus- und nährstoffreichen Boden. Sorgen Sie im Sommer für ausreichend Wasser und Nahrung.
Die Wildart Crocosmia masoniorum ist in unseren Breiten gut winterhart; man kann sie wie eine ’normale‘ Staude halten, die man im Winter mit etwas trockenem Laub und ihren eigenen Blättern abdeckt. Gleiches gilt für die Sorte Crocosmia x crocosmiiflora ‚Luzifer‘ mit ihren feurig-dunkelroten Blüten. Beide werden im Laufe der Jahre zu imposanten Solitärstauden.
Wenn Montbretien schlecht oder gar nicht blühen, dann liegt das meistens an unzureichender Nährstoff- und Wasserversorgung und bei den weniger winterharten Sorten/Arten am unsachgemäßen Aufnehmen und Lagern im Winter.

Wichtig: Die neu ausgebildeten Stolone dürfen auf keinen Fall austrocknen! Nehmen Sie weniger winterharte Montbretien daher im Herbst mit möglichst viel Erde auf und überwintern Sie sie frostfrei in ganz leicht feuchtem Substrat. Sie können sie auch im ausreichend großen Container (Wasserabzug!) einsenken, diesen nach dem ersten Frost aufnehmen und frostfrei überwintern. Vermeiden Sie also bei Montbretien unbedingt das sonst übliche Abschütteln der Erde, gründliches Abtrocknen und gar Ausputzen; sie nehmen den dankbaren und pflegeleichten Pflanzen damit die Möglichkeit, in den Folgejahren zu blühen.

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